
Combe Grède
Eigentlich war die Tour ganz anders geplant gewesen. Eigentlich wollten wir von Melchtal zur Melchsee Frutt wandern. Doch die Wetterbedingungen waren nicht ideal. Es war viel zu heiss, um über der Baumgrenze mehrere Stunden bergaufwärts zu steigen.
So beschlossen wir, uns in eine Schlucht zurückzuziehen. Die Combe Grède hatte ich schon lange auf meiner Liste und diese Tour schien mir momentan ideal zu sein.
Es trafen sich fünf Naturfreundinnen und Naturfreunde und zwei Gäste auf dem Weg nach St. Imier.
Am Morgen gab es noch eine Restbewölkung von der Nacht, die aber schnell von der Sonne verbrannt wurde. Entlang einer Allee, später im Wald machten wir uns auf den Weg zum Einstiegspunkt der Combe Grède, der Schlucht, die auf der Nordseite zum Chasseral führt. Trotz dem Schatten und den kühleren Temperaturen kamen wir ins Schwitzen, denn der Weg führte steil die Felswände hoch, z.T. über Leitern und Treppen. Wegen der Trockenheit führte der Bach leider kein Wasser.
Auf dem Chasseral angekommen genossen wir die wunderbare Aussicht über den Jura und das Mittelland. Nach dem Mittagessen und einem Dessert machten wir uns gestärkt wieder an den Abstieg, der im ersten Teil auf dem gleichen Weg verlief wie beim Aufstieg. Danach führte uns der Weg jedoch über Juraweiden und Waldstücke wieder zurück ins Tal. Je weiter wir abstiegen, desto wärmer wurde es. In Villeret am Bahnhof, waren wir froh, als wir im Schatten auf den Zug warten konnten.
Es war eine interessante Wanderung, die uns sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Edith Näf



























